Friedensforschung ist heute stärker gefordert als zuvor. Während früher Rüstung und Abrüstung, Entspannung und Rüstungskontrolle im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen, ist die Forschungsthematik heute differenzierter. Die Konflikte auf dem Balkan, im Nahen Osten und in Asien, die Gefahren des Nationalismus, die Probleme der europäischen Integration, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Umweltkonflikte, die Verelendung großer Teile der Welt und nicht zuletzt der Terrorismus stehen jetzt im Zentrum der Friedensforschung. Und auch die Bereitschaft zur Wiederaufrüstung der taktischen Nuklearwaffen wächst auf Seiten der
USA und Russlands. Es ist deshalb unabdingbar, ernsthafte Bemühungen um vollständige nukleare Abrüstung zu fordern.
Dr. Annette Schaper ist Physikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main. In Ihrem Vortrag vom 24.05.07 berichtet sie mitunter von dem aktuellen Stand der Kernwaffenarsenale weltweit.
::: Weitere Beiträge zur Friedensforschung im Rahmen des ZNF-Kolloquiums Naturwissenschaft und Friedensforschung seit Wintersemester 2006/2007
Produktion & Postproduktion: Kamilla Nowicki im Auftrag des MMKH