Konstellationen einer Zwischenzeit

In Zeiten des Aufbruchs, in Zwischenzeiten, in denen der Optimismus dumm und der Pessimismus blind macht (wie der Herausgeber der Essays von Montaigne, Mathias Greffrath vermerkt hat), vermag sich Neues zu zeigen und es gibt Raum für den Versuch, den Essay.

Prof. Gerd Roscher behandelt in seinem Vortrag Adornos Ästhetik in Konstellation mit der achtundsechziger Revolte im Rahmen der Vorlesungsreihe zu `Filmtheorie´ im Wintersemester 20007/2008 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Prof. Gerd Roscher hat das Studium der Germanistik und Philosophie in München und Frankfurt (bei Oscar Negt, Theodor W. Adorno) absolviert. Seit 1972 ist er Professor für Dokumentarfilm und Video an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. In dieser Funktion betreute und betreut er viele heute bekannte FilmemacherInnen (u.a. Fatih Akin).

Der Schwerpunkt der Lehre lag in den siebziger Jahren im sog. Zielgruppenfilm und dem neuen Medium Video (Medienzentren, Videozeitschrift). Mit Beginn der achziger Jahre Videokunst, Experimentalfilm und die Debatte um den essayistischen Film. In den neunziger Jahren kam dann der Forschungsbereich der visuellen Anthropologie hinzu.

Filmografie:
Video ein anderes Fernsehen (1980) / WDR
Willi Münzenberg (1982) / WDR
Fragebogen im IV.Reich (1985) / Forum Berlinale
Sonst ist auch das Ende verdorben (1989) / Oberhausen
Die letzte Passage, (1990) / NDR
Walter Benjamin. Jenseits der Grenze (1991) / ZDF, Leipzig, Preis der Jury
Ritual der schwarzen Sonne (2000) / Dok. Festival München u.a.

Texte/Bücher zur Filmgeschichte (Dsiga Wertow, v.d.Keuken, Chris Marker) und zur Medientheorie.

Gezeigte Filmausschnitte im Rahmen des Vortrags:

1. „Wenn ich vier Dromedare hätte“ (1966) von Chris Marker

2. „Abschied von gestern“ (1966) von Alexander Kluge

3. „Mann mit der Kamera“ (1929) von Dsiga Wertow

4. „Fliegende Händler“ (1929) von Ella Bergmann-Michel

5. Filmausschnitt aus einer Radiosendung des Hessischen Rundfunks mit Theodor W. Adorno zu Georg Wilhelm Friedrich Hegel

6. „Lucebert“ (1967) von Johan van der Keuken

7. „Cinetracts“ (1968) von mitunter Jean-Luc Godard

Vortrag als PDF

Aufnahme & Postproduktion: Kamilla Nowicki

Filmtheorie

Hochschule für Bildende Künste Hamburg
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Vortragsreihe zu Filmtheorie an der HFBK Hamburg

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