Haus des Dokumentarfilms und die Stuttgarter Schule - Interview mit Dr. Kay Hoffmann

Der Filmpublizist Dr. Kay Hoffmann ist im Hause des Dokumentarfilms für Forschungsprojekte zuständig, organisiert wissenschaftliche Veranstaltungen und DOKVILLE.

In dem Interview erzählt Dr. Kay Hoffmann von den Aufgaben des Hauses des Dokumentarfilms und der Entwicklung der so genannten Stuttgarter Schule im deutschen Dokumentarfilm.

Die Aufgabe des Hauses des Dokumentarfilms ist die Beratung, Sammlung und Erforschung des deutschen und internationalen Film- und Fernsehdokumentarfilms. Die Spannweite reicht vom künstlerischen und sozial engagierten Dokumentarfilm über den Industrie-, den Natur-, den Lehr- und Kulturfilm bis hin zu den journalistischen Formen der Reportage, des Features und der Dokumentation.
Das Haus des Dokumentarfilms veranstaltet auch regelmäßig Tagungen zu aktuellen und historischen Entwicklungen des dokumentarischen Films. Und darüber hinaus werden Workshops und Symposien zu Themen der Film- und Fernsehproduktion angeboten sowie Zugang zur Dokumentarfilmsammlung mit über 8.000 Filmen und der Landesfilmsammlung.

In den 1950-er Jahren wurde das deutsche Fernsehen neu aufgebaut. Das betraf auch die Dokumentarfilmabteilung beim Süddeutschen Rundfunk, wo nach einer neuen dokumentarischen Form gesucht wurde, die sich von den bis dato üblichen Wochenschauen und Kulturfilmen unterscheiden sollte.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich dann der Stil der Stuttgarter Schule in der Dokumentarfilmabteilung. Der Stil wurde zunächst maßgeblich von zwei älteren Medien beeinflusst. Zum einen war es der Hörfunk des Südfunks Stuttgart und zum anderen das investigative Zeitschriftenmagazin „Der Spiegel“. Viele der Stuttgarter Autoren kamen nämlich von diesem Hamburger Magazin und brachten aus dem Norden die Lust an einer umfassenden Recherche gekoppelt mit einem pointierten, ironisch geprägten Schreibstil mit.

Das im Sommersemester 2009 gestartete Filmseminar an der Hochschule für bildende Künste Hamburg wurde geleitet von dem Filmemacher und Professor Pepe Danquart und setzte sich im Wintersemester 2009/2010 fort.

Weitere Informationen:
::: Bachelorstudium Film

::: Masterstudium Film

::: Vorlesungsverzeichnis der HFBK

Produktion des Multimedia Kontor Hamburg (unterliegt Creative Commons)

Direct Cinema/Cinéma Vérité

Hochschule für Bildende Künste Hamburg
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Das Filmseminar an der Hochschule für bildende Künste Hamburg „Direct Cinema / Cinéma Vérité im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich mit den Anfängen der beiden dokumentarischen Filmrichtungen in den 1960er Jahren und legte im Weiteren seinen Fokus auf die ästhetischen Ausformungen und künstlerischen Weiterentwicklungen.

Mit Filmbeispielen aus den Anfängen bis heute näherte sich das Seminar dieser besonderen Art des filmischen Arbeitens an. Aber auch der formale und ästhetische Wandel unter Einbeziehung der fortwährenden technischen Innovationen wie zum Beispiel die Digitalisierung eine ist, wurden diskutiert.

Ergänzt wurde das Seminar durch Vertreter dieses Genres wie z.B.: Klaus Wildenhahn, Kay Hoffmann und andere.

Das im Sommersemester 2009 gestartete Filmseminar an der Hochschule für bildende Künste Hamburg wurde geleitet von dem Filmemacher und Professor Pepe Danquart und setzte sich im Wintersemester 2009/2010 fort.

Weitere Informationen:
::: Bachelorstudium Film

::: Masterstudium Film

::: Vorlesungsverzeichnis der HFBK

Zu Direct Cinema/Cinéma Vérité

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